Zum Inhalt springen
Website durchsuchen Sekretariat anrufen +41 71 499 28 12
OS West Schönau

EinfĂŒhrung

Projektarbeit 2026/27 · 3. Oberstufe

Dein Projekt.
Dein Weg.

Ein halbes Jahr, ein Thema, das dich wirklich interessiert – und am Schluss ein Produkt, das du allen zeigst. Wir gehen den ganzen Weg einmal gemeinsam durch. Mit Lea.

BlĂ€ttern mit den Pfeiltasten, durch Wischen oder mit «Weiter». Taste F fĂŒr Vollbild.

Lea sitzt am Tisch und schreibt. Ein roter Faden verbindet eine GlĂŒhbirne, ihr Heft, einen Kalender und ein Kochbuch.

Der rote Faden

Das ist Lea.

Lea ist in der 3. Oberstufe, genau wie du. Sie kocht gern, fotografiert alles mit dem Handy – und hat noch keine Ahnung, worĂŒber sie ihre Projektarbeit machen soll.

Ein halbes Jahr an einem einzigen Projekt? Das schaffe ich nie.

Doch. Mit einem Plan – Schritt fĂŒr Schritt.

An Leas Beispiel siehst du jeden Schritt: vom ersten Gedanken bis zur Ausstellung im Mai. Achte auf die roten KÀstchen «So macht es Lea».

Worum es geht

Was ist eine Projektarbeit?

  1. Ein Thema, das du wÀhlst

    Es kommt aus deinem Alltag und interessiert dich wirklich. Niemand gibt es dir vor.

  2. Eine Leitfrage

    Eine einzige Frage, auf die du die Antwort selbst herausfindest – nicht abschreibst.

  3. Ein Produkt

    Etwas, das man anschauen, anfassen, hören oder ausprobieren kann. Du stellst es allein her.

An der OS West wird ausschliesslich ein Produkt als Projektarbeit angenommen. Du arbeitest allein, Hilfe holen ist erlaubt.

Bildkarten verbunden durch einen roten Faden: ein Kochbuch als Produkt, ein offenes Journal und eine Dokumentation mit Fotos als Projektheft, eine Person, die vor Publikum prÀsentiert.

Was du abgibst

Drei Teile – ein Projekt

  1. Das Produkt. Das eigentliche Ergebnis. Bei Lea: ihr Kochbuch.
  2. Das Projektheft. Es besteht aus dem Arbeitsjournal und der Dokumentation. Arbeitsjournal: Was du wann gemacht hast – und was du daraus lernst. Dokumentation: Dein Weg zum Produkt und die Antwort auf deine Leitfrage.
  3. Die PrÀsentation. Rund 2 Minuten in der Schule, frei gesprochen.

Du fĂŒhrst das Projektheft digital auf der Website. Dort gehören auch Zeitplan und Materialliste dazu.

Warum das Ganze?

Deine Generalprobe – mit Begleitung

Nach der Oberstufe wartet fast ĂŒberall eine Ă€hnliche Arbeit auf dich.

  • LehreVertiefungsarbeit an der Berufsfachschule
  • BerufsmaturitĂ€tInterdisziplinĂ€re Projektarbeit
  • GymnasiumMaturitĂ€tsarbeit

Was du jetzt ĂŒbst – planen, dranbleiben, Probleme lösen, prĂ€sentieren – brauchst du dort wieder. Diesmal mit einer Betreuungsperson an deiner Seite.

Lea steht an einer Weggabelung. Rote Pfeile zeigen zu einer Werkstatt, einer modernen Schule und einem Gymnasium.

Der Weg bis Mai

Sechs Phasen

18. November bis 2. Dezember

Phase 1 · Idee suchen

Rahmenbedingungen kennenlernen, Ideen sammeln, Mindmaps erstellen. Du bringst zwei Ideen mit und gibst am Schluss deine Projektidee mit Leitfrage ab.

So macht es Lea Lea schwankt zwischen einem Kochbuch und einer Fotoserie ĂŒber Hunde.

Lea geht einen Weg vom verschneiten Winter in den blĂŒhenden FrĂŒhling. Rote Fahnen markieren Etappen, am Ende steht ein Ausstellungsstand.

Tippe auf eine Phase. Alle Daten stehen auch unter «Termine».

Wie willst du arbeiten?

FĂŒnf Handlungsfelder

Jugendliche bereiten einen Spielnachmittag in einem Altersheim vor, eine Jugendliche hakt eine Checkliste ab.

Organisieren und konzipieren

Du planst einen Anlass und fĂŒhrst ihn durch.

Typische Produkte: ein Turnier, ein Konzert, ein Spielnachmittag im Altersheim, eine Sammelaktion.

Das Feld sagt nichts ĂŒber die QualitĂ€t – aber viel darĂŒber, wie du arbeiten wirst.

Übung 1 von 6

Übung: Welches Handlungsfeld?

Ordne jede Projektidee einem Handlungsfeld zu. Manche passen in zwei Felder – dann zĂ€hlt, worauf der Schwerpunkt liegt.

  1. Einen Spielnachmittag im Altersheim planen und durchfĂŒhren

    Lösung

    Organisieren – Du planst einen Anlass und fĂŒhrst ihn durch.

  2. Einen Podcast ĂŒber die Geschichte unseres Quartiers mit drei Interviews

    Lösung

    Recherchieren – Du sammelst Informationen und stellst sie verstĂ€ndlich dar.

  3. Messen, wie viel Strom die GerÀte bei uns zu Hause im Standby brauchen

    Lösung

    Forschen – Du gehst einer Frage nach, misst und wertest aus – der Ausgang ist offen.

  4. Ein eigenes Brettspiel mit Regeln und Spielplan erfinden

    Lösung

    Erfinden – Du entwirfst etwas, das es so noch nicht gibt.

  5. Ein Regal bauen, das genau in mein Zimmer passt

    Lösung

    Konstruieren – Du stellst etwas her.

  6. Ein Unihockey-Turnier fĂŒr die 1. Oberstufe organisieren

    Lösung

    Organisieren – Ein Anlass mit Ablauf, Einladung und DurchfĂŒhrung.

  7. Beobachten, welche Vögel im Winter an unser Futterhaus kommen

    Lösung

    Forschen – Beobachten, zĂ€hlen, auswerten.

  8. Einen Song schreiben und aufnehmen

    Lösung

    Erfinden – Etwas Neues erfinden: Text und Musik.

  9. Eine Ausstellungstafel zur Geschichte unseres Schulhauses

    Lösung

    Recherchieren – Archiv, GesprĂ€che, Fotos – und alles verstĂ€ndlich dargestellt.

  10. Eine App programmieren, die an Hausaufgaben erinnert

    Lösung

    Konstruieren – Programmieren gehört wie Bauen und NĂ€hen zum Konstruieren und Gestalten.

Lea steht vor einer Wand mit Notizzetteln. Von einer GlĂŒhbirne fĂŒhren Pfeile zu Kochtopf, Fussball, Gitarre, Hund und Kamera.

Themenfindung

In fĂŒnf Schritten zur Idee

  1. Sammeln. Alles aufschreiben, was dich interessiert – ohne zu werten. Lea: Kochen, Fussball, Gitarre, Hunde, Fotografieren.
  2. Mindmap. Zu den zwei, drei besten Ideen: Was gehört dazu? Was brauche ich? Lea merkt: Kochen und Fotografieren passen zusammen.
  3. Reden. Ideen mit zwei, drei Personen ausserhalb der Schule besprechen.
  4. Ampelblatt. GrĂŒnes, gelbes oder rotes Licht – und warum.
  5. Entscheiden. Zwei Ideen mit in die Schule bringen und mit der Klassenlehrperson besprechen.

Ideen holen: im Ideenpool stöbern und eigene Ideen daraus ableiten.

Das Ampelblatt

Lea stellt ihre Idee in einer Minute vor

«Ich schreibe ein Kochbuch mit Rezepten aus aller Welt.» Was sagen die drei? Tippe auf eine Person.

Rotes Licht ist kein Weltuntergang. Es zeigt dir, wo du nachbessern musst. Bei Lea: Das Thema ist zu gross.

Termin Mittwoch, 25. November: zwei Ideen mitbringen.

Ein grosser Trichter: Oben fallen Globus, BĂŒcher, GemĂŒse und KochmĂŒtzen hinein, unten kommt ein einzelnes Kochbuch heraus. Lea steht daneben.

Eingrenzen

Zu gross? Mach es kleiner.

Der hÀufigste Fehler ist ein zu grosses Thema. Tippe auf eine Karte und schau, wie es eingegrenzt aussieht.

Die PrĂŒffrage: Was genau muss ich selbst tun, damit diese Arbeit entsteht? Lautet die Antwort «lesen und zusammenfassen», ist das Thema noch zu gross.

Übung 2 von 6

Übung: Geeignetes Thema?

Ist das ein Projektthema – eingegrenzt und mit eigener Leistung? Oder zu gross?

  1. Fussball

    Lösung

    zu gross – DarĂŒber gibt es Bibliotheken. Was genau wĂŒrdest du selbst tun?

  2. Ein Trainingsplan fĂŒr die Juniorinnen meines Vereins, getestet in drei Trainings

    Lösung

    geeignet – Eingegrenzt, mit eigener Leistung und einem Produkt.

  3. Das Weltall

    Lösung

    zu gross – Viel zu gross – das kann man nur abschreiben.

  4. Wie lange Jugendliche aus unserem Schulhaus am Handy sind – eine Umfrage

    Lösung

    geeignet – Eigene Daten, eigene Auswertung.

  5. Social Media

    Lösung

    zu gross – Ein Gebiet, kein Thema. Was ist deine Frage dazu?

  6. Ein Kochbuch mit Rezepten aus den HerkunftslÀndern meiner Klasse

    Lösung

    geeignet – Klar umrissen, du kochst, fotografierst und schreibst selbst.

Die Leitfrage

Eine Frage, die dein Produkt beantwortet

Leas Leitfrage Wie muss ich ein Kochbuch gestalten, damit Jugendliche Gerichte aus den HerkunftslÀndern unserer Klasse ohne Hilfe nachkochen können?
  • Sie beginnt meistens mit «Wie  ».
  • Man kann sie nicht mit Ja oder Nein beantworten.
  • Man kann sie nicht googeln – die Antwort entsteht durch deine Arbeit.
  • Dein Produkt ist die Antwort.
  • Es ist eine einzige Frage.
Lea hĂ€lt eine grosse Lupe, darin ein rotes Fragezeichen. Ein roter Faden fĂŒhrt zu ihrem Kochbuch auf dem Tisch.

Aus Fehlern lernen

Leas erste Versuche

Bevor Lea ihre Leitfrage gefunden hat, hat sie drei andere ausprobiert. Was ist falsch daran? Tippe zum Aufdecken.

Die Leitfrage ist der Gradmesser fĂŒr echte Projektarbeit: An ihr zeigt sich, ob du etwas selbst herausfinden musst.

Übung 3 von 6

Übung: Gute Leitfrage?

Taugt die Frage als Leitfrage? Denk an die Merkmale: «Wie  », kein Ja oder Nein, nicht googelbar, eine einzige Frage.

  1. Was ist Hip-Hop?

    Lösung

    noch nicht – Zu breit – die Antwort steht im Lexikon.

  2. Wie muss ich Tanzelemente aneinanderreihen, damit ein ganzer Hip-Hop-Tanz entsteht?

    Lösung

    gute Leitfrage – Die Antwort entsteht durch deine Arbeit, das Produkt ist die Antwort.

  3. Ist Zucker ungesund?

    Lösung

    noch nicht – Eine Ja-Nein-Frage.

  4. Wie verlĂ€uft die Amphibienwanderung im FrĂŒhling rund um den Dorfweiher?

    Lösung

    gute Leitfrage – Eingegrenzt, nicht googelbar, du beobachtest selbst.

  5. Wie baue ich ein Möbel und was kostet Holz?

    Lösung

    noch nicht – Das sind zwei Fragen. Nimm eine.

  6. Wie können alle in unserem Schulhaus zum Energiesparen motiviert werden?

    Lösung

    gute Leitfrage – Eine offene «Wie»-Frage mit eigenem Vorgehen.

Ein roter Pfeil steckt mitten in einer Zielscheibe. Lea hakt auf einem Klemmbrett vier Punkte ab.

Ziele formulieren

Ein gutes Ziel ist SMART

Leas erstes Ziel «Bis zur Abgabe des Produkts stelle ich in meinem Kochbuch zwölf Rezepte aus den HerkunftslĂ€ndern meiner Klasse vor – aus mindestens sechs LĂ€ndern, jedes mit einem selbst gemachten Foto.»

S – spezifisch. Das Ziel sagt genau, was entsteht: Rezepte aus den HerkunftslĂ€ndern ihrer Klasse, in ihrem Kochbuch.

M – messbar. ZĂ€hlbar: zwölf Rezepte, sechs LĂ€nder, ein Foto pro Rezept. Am Schluss kann jede Person nachzĂ€hlen.

A – attraktiv. Lea kocht gern und will das Ziel wirklich erreichen. Darum hĂ€lt sie bis Mai durch.

R – realistisch. Zwölf kleine Portionen kosten sie rund 30 Franken, sie kocht zu Hause. Das ist machbar.

T – terminiert. Das Ziel hat einen Termin: die Abgabe des Produkts in der Projektwoche.

Tippe auf einen Buchstaben.

Du formulierst drei bis fĂŒnf Ziele. Die PrĂŒffrage: Kann jemand anderes am Schluss ohne dich prĂŒfen, ob das Ziel erreicht ist?

Ziele formulieren

Das Verb entscheidet

Ziele beginnen meistens mit «Ich will  » oder «Ich  ». Je anspruchsvoller das Verb, desto anspruchsvoller das Ziel.

  1. einfachaufzÀhlen, nennen, aufschreiben
  2. schwierigerbeschreiben, vergleichen, grafisch darstellen
  3. anspruchsvolluntersuchen, analysieren, beurteilen

ungeeignet kennen verstehen wissen – das kann niemand ĂŒberprĂŒfen.

So macht es Lea «Ich vergleiche die RĂŒckmeldungen von drei Personen, die meine Rezepte nachgekocht haben, und verbessere die Anleitungen danach.»

Vorher – nachher

Aus einem Wunsch wird ein Ziel

Tippe auf eine Karte. FĂ€llt dir auf, was alle SMART-Ziele gemeinsam haben?

Sie enthalten Zahlen. Daran erkennt man am Schluss, ob ein Ziel erreicht ist.

Übung 4 von 6

Übung: Ist das Ziel SMART?

PrĂŒfe jedes Ziel: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert. Kann jemand am Schluss ohne dich prĂŒfen, ob es erreicht ist?

  1. «Ich will viel ĂŒber Pferde lernen.»

    Lösung

    nicht SMART – Nicht spezifisch und nicht messbar: Was ist «viel»? Und «lernen» kann niemand ĂŒberprĂŒfen.

  2. «Bis zur Abgabe des Produkts fotografiere ich 24 Tiere im Wildpark Peter und Paul und schreibe zu jedem Bild einen Kommentar in ganzen SÀtzen.»

    Lösung

    SMART – Klar, zĂ€hlbar, machbar und mit Termin.

  3. «Ich will verstehen, wie ein Motor funktioniert.»

    Lösung

    nicht SMART – «Verstehen» ist nicht ĂŒberprĂŒfbar. Besser: «Ich erklĂ€re in einer Zeichnung mit Legenden die vier Takte eines Motors.»

  4. «Bis Ende Februar befrage ich mindestens 20 Jugendliche und stelle die Ergebnisse in drei Diagrammen dar.»

    Lösung

    SMART – Spezifisch, messbar (20, drei) und terminiert (Ende Februar).

  5. «Ich baue ein Gartenhaus.»

    Lösung

    nicht SMART – Nicht realistisch – zu gross fĂŒr die Zeit, das Budget von 50 Franken und ohne Werkstatt der Schule.

  6. «Ich koche irgendwann ein paar Gerichte.»

    Lösung

    nicht SMART – Nicht messbar («ein paar») und nicht terminiert («irgendwann»).

  7. «Ich schreibe eine Anleitung zur Seifenherstellung mit fĂŒnf Zeichnungen und Legenden – fertig bis zur Abgabe des Produkts.»

    Lösung

    SMART – Genau umschrieben, zĂ€hlbar und mit Termin.

Die Projektvereinbarung

Dein Vertrag mit dir selbst

Thema, Leitfrage, Produkt, drei bis fĂŒnf Ziele und die Termine – alles auf einem Blatt. Du, deine Betreuungsperson und deine Eltern unterschreiben.

Ab dann ist das dein Auftrag. Am Schluss wird daran gemessen, was du erreicht hast.

Ändert sich etwas? Kein Problem – solange du es im StandortgesprĂ€ch besprichst. Was nicht geht: am Schluss etwas ganz anderes abgeben.

Abgabe Mittwoch, 13. Januar

Lea zeichnet an einem grossen Wandkalender einen roten Weg von Woche zu Woche bis zu einem rot markierten Abgabetag.

Der Zeitplan

RĂŒckwĂ€rts rechnen

1Lektion pro Woche in der Schule

32Lektionen in der Projektwoche, 5. bis 9. April

  1. Arbeitsschritte auflisten – kleinteilig. «Material kaufen» ist ein Schritt, «Produkt herstellen» nicht.
  2. Vom Abgabetermin rĂŒckwĂ€rts nach vorne planen.
  3. Puffer einbauen – es geht immer etwas schief.
  4. Ferien bedenken – und alles, was von anderen abhĂ€ngt, frĂŒh anfragen.

So macht es Lea Der grössere Teil entsteht in der Freizeit: Sie kocht und fotografiert jeden Samstag ein Gericht. Layout und Druck plant sie in die Projektwoche.

Abgabe Zeitplan Mittwoch, 27. Januar

Das Arbeitsjournal

Zwei Minuten, die Punkte bringen

13.02.

Am Projekt gearbeitet.

Was? Wie lange? Was kam heraus? Niemand kann das nachvollziehen.

Datum, Dauer, was du gemacht hast, was herauskam, was du daraus lernst und der nÀchste Schritt. Dazu ein Foto.

Schreib den Eintrag direkt nach der Arbeit, mit dem Handy. Ein Journal, das erst am Schluss entsteht, merkt man sofort.

Lea schreibt abends am KĂŒchentisch in ihr Journal. Daneben ein Teller und ihr Handy mit einem Foto des Gerichts.

Übung 5 von 6

Übung: Guter Journaleintrag?

Ist der Eintrag aussagekrĂ€ftig – was gemacht, was herausgekommen, was gelernt, was als NĂ€chstes? Oder ist er zu dĂŒnn?

  1. «13.02. Am Projekt gearbeitet.»

    Lösung

    zu dĂŒnn – Was genau? Wie lange? Was kam heraus? Niemand kann das nachvollziehen.

  2. «Samstag, 2 Stunden: Fundament fĂŒr das Hochbeet ausgehoben. Der Boden war schief, ich musste nachgraben. Gelernt: vorher mit der Wasserwaage prĂŒfen. NĂ€chster Schritt: Bretter zuschneiden.»

    Lösung

    aussagekrĂ€ftig – TĂ€tigkeit, Ergebnis, Erkenntnis und nĂ€chster Schritt – alles da.

  3. «Heute war es lustig, ich habe viel gemacht.»

    Lösung

    zu dĂŒnn – Ein GefĂŒhl, aber kein Inhalt. Was hast du gemacht, und was lernst du daraus?

  4. «45 Minuten: Interviewfragen an die Gemeindeschreiberin geschickt, noch keine Antwort. Erkenntnis: Termine muss ich frĂŒher anfragen. NĂ€chster Schritt: am Freitag nachfragen.»

    Lösung

    aussagekrĂ€ftig – Auch ohne Erfolg wertvoll: Du hĂ€ltst fest, was du daraus lernst.

  5. «Alles nach Plan, nichts Besonderes.»

    Lösung

    zu dĂŒnn – Gerade das Gewöhnliche gehört hinein: Was hast du gemacht, und wie lange?

  6. «Refrain dreimal aufgenommen. Der dritte Versuch ist der beste, weil ich nÀher am Mikrofon stand. Foto der Einstellungen angehÀngt.»

    Lösung

    aussagekrĂ€ftig – Konkret, mit BegrĂŒndung und Foto. So sieht man den Weg.

  7. «Woche 3 bis 6: am Kochbuch weitergemacht.»

    Lösung

    zu dĂŒnn – Ein nachtrĂ€glicher Sammeleintrag. Schreib nach jeder Arbeit einen eigenen Eintrag.

  8. «Umfrage mit 12 Lernenden der 2a durchgefĂŒhrt. Frage 4 wurde oft falsch verstanden – fĂŒr die 2b formuliere ich sie um.»

    Lösung

    aussagekrĂ€ftig – Du beobachtest genau und ziehst eine Folgerung daraus. Genau das bringt Punkte.

Lea zĂ€hlt das Geld in ihrem roten Portemonnaie. Hinter ihr ist die TĂŒr zur Schulwerkstatt mit einem Verbotsschild versperrt.

Leas Materialliste

  • Zutaten fĂŒr zwölf kleine Portionen 31.50
  • Druck im Copyshop, A5 farbig 12.00
  • Karton fĂŒr den Umschlag 4.80

Total 48.30 von 50.00 Franken

Rahmenbedingungen

50 Franken. Keine Schulwerkstatt.

  • 50 Franken pro Person – nicht ĂŒberschreiten, nicht zusammenlegen.
  • Keine Schulinfrastruktur: weder Werkstatt noch Handarbeitszimmer. Lea kocht zu Hause.
  • Einzelarbeit. Hilfe holen ist erlaubt – sie gehört in die Reflexion.
  • AuswĂ€rts arbeiten wĂ€hrend der Schulzeit nur mit Absenz der Eltern in Pupil.
  • Keine gefĂ€hrlichen Selbstversuche. Im Zweifel vorher fragen.

Quellen und KI

Sag, woher es kommt

Redlichkeit

Jeder Text gehört der Person, die ihn geschrieben hat. Wer sich darauf stĂŒtzt, sagt das.

ÜberprĂŒfbarkeit

Mit der Quellenangabe können andere im Original nachlesen.

Aus Leas Quellenverzeichnis

  • Interview mit der Familie einer Klassenkameradin, 9. Januar 2027: Rezept und Geschichte von Injera
  • Website eines Kochmagazins, vollstĂ€ndige Adresse, abgerufen am 16. Januar 2027
  • KI-Werkzeug, 20. Februar 2027: gefragt, warum Injera-Teig gĂ€ren muss. Antwort in einem Kochbuch ĂŒberprĂŒft.

KI ist kein Tabu – verschweigen schon. Ein nicht angegebener KI-Text ist wie ein nicht angegebenes Zitat. Beurteilt wird deine Eigenleistung.

Das Produkt

Die Antwort auf deine Leitfrage

  • Form und Funktion

    Es sieht gut aus und funktioniert. Man kann mit Leas Kochbuch wirklich kochen.

  • Eigenleistung

    Ein sehr hoher Anteil stammt von dir: eigene Fotos, eigene Texte.

  • Neue Techniken

    Du lernst etwas dazu. Lea lernt Bildbearbeitung und Layout.

  • QualitĂ€t

    Sauber gearbeitet, fertig, vorzeigbar.

Schlussabgabe Freitag, 9. April, 16.00 Uhr: Produkt, Projektheft und SelbsteinschÀtzung

Lea hĂ€lt stolz ihr fertiges Kochbuch hoch. Auf dem Tisch stehen Suppe, Hauptgericht und Dessert, daneben eine Kamera und RĂŒckmeldekarten mit Sternen.

Die Dokumentation

Dein Weg, nachvollziehbar

Die Dokumentation beschreibt, wie dein Produkt entstanden ist: deine Motivation, dein Vorgehen, die Probleme und wie du sie gelöst hast – und die Antwort auf deine Leitfrage.

  • Arial oder Tahoma
  • Text 11 pt
  • Zeilenabstand 1.5
  • alle Seiten nummeriert

Gut zu wissen Im digitalen Projektheft entstehen Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und Seitenzahlen beim Export automatisch.

  1. Titelblatt1 Seite
  2. Inhaltsverzeichnis1 Seite
  3. Vorwort und EinleitungMotivation und Leitfrage
  4. Hauptteil3 bis 6 Seiten
  5. Zusammenfassung und ReflexionAntwort auf die Leitfrage
  6. Quellenverzeichnisalle Quellen, auch KI
  7. Anhangnach Bedarf

Die PrÀsentation

Rund 2 Minuten. Frei gesprochen.

  1. Origineller Einstieg – eine Frage, ein Gegenstand, ein Duft.
  2. Motivation und Ziele – warum dieses Thema?
  3. Der Prozess – was war schwierig, was hat ĂŒberrascht?
  4. Das Ergebnis – Produkt zeigen, Leitfrage beantworten.
  5. Ein Schlusssatz, der bleibt.

In der Schule, 100 bis 140 Sekunden, Standardsprache, Medien nur kurz, Karteikarten ja – Ablesen nein.

Der Elevator Pitch

Eine Minute, die neugierig macht

Diese Minute brauchst du an der Ausstellung immer wieder. Drei SĂ€tze genĂŒgen:

  1. Was? «Ich habe ein Kochbuch mit zwölf Rezepten aus den HerkunftslÀndern meiner Klasse gemacht.»
  2. Warum? «Jede Familie hat ein Lieblingsgericht – und jetzt kann es jede und jeder nachkochen.»
  3. Hingucker «Probieren Sie das Injera – das hat drei AnlĂ€ufe gebraucht.»
60

Übung 6 von 6

Übung: Passt das in die PrĂ€sentation?

Denk an die Vorgaben: rund 2 Minuten, Medien nur kurz, Standardsprache, frei gesprochen, origineller Einstieg, Schlusssatz, der bleibt.

  1. Einstieg: «Ich mache heute meine PrĂ€sentation ĂŒber Hochbeete.»

    Lösung

    besser nicht – Langweilig und erwartbar. Beginne mit einer Frage, einem Gegenstand oder einer kleinen Szene.

  2. Einstieg: Lea stellt eine SchĂŒssel Suppe auf den Tisch und fragt: «Wer hat das schon einmal gegessen?»

    Lösung

    passt – Ein Gegenstand und eine Frage – das weckt Neugier.

  3. Eine Folie mit einem ganzen Absatz Text, den ich vorlese.

    Lösung

    besser nicht – Ablesen ist nicht erlaubt, und eine Textfolie liest niemand. Wenige Stichworte oder ein Bild genĂŒgen.

  4. Ich zeige mein Produkt und fĂŒhre vor, wie es funktioniert.

    Lösung

    passt – Zeigen statt nur beschreiben – das Produkt steht im Zentrum.

  5. Ich erzÀhle, was schiefging und wie ich es gelöst habe.

    Lösung

    passt – Der Weg mit seinen Schwierigkeiten gehört dazu und ist oft das Spannendste.

  6. Ich zeige ein Video von fĂŒnf Minuten.

    Lösung

    besser nicht – In rund 2 Minuten bleibt dafĂŒr keine Zeit. Höchstens ein kurzer Ausschnitt, den Rest sprichst du selbst.

  7. Ich spreche Mundart, damit es lockerer wirkt.

    Lösung

    besser nicht – Die PrĂ€sentation ist durchgehend in Standardsprache.

  8. Schluss: «Das wÀrs. Habt ihr noch Fragen?»

    Lösung

    besser nicht – Kein Schluss, der bleibt. Fasse die Antwort auf deine Leitfrage in einem Satz zusammen.

  9. Schluss: Ich beantworte meine Leitfrage in einem Satz und zeige das Produkt nochmals.

    Lösung

    passt – Ein klarer Schlusssatz, der hĂ€ngen bleibt.

  10. Ich ĂŒbe vorher laut mit der Stoppuhr, einmal auch vor jemandem, der das Thema nicht kennt.

    Lösung

    passt – So triffst du die Zeit und merkst, was unklar ist.

Lea erklÀrt an ihrem Ausstellungsstand einer Familie ihr Kochbuch, auf dem Tisch stehen HÀppchen zum Probieren. Im Hintergrund weitere StÀnde.

Die Ausstellung · Donnerstag, 13. Mai

Dein halbes Jahr wird sichtbar

  • 13.40 Aufbau
  • 15.30 Ausstellung fĂŒr die 2. Oberstufe
  • 19.00 Ausstellung fĂŒr die Eltern
  • Das Produkt steht im Zentrum.
  • Ein Plakat mit Titel, Leitfrage und Name – aus zwei Metern lesbar.
  • Zeig den Weg: Skizzen und missglĂŒckte Versuche sind oft spannender als das Ergebnis.
  • Etwas zum Ausprobieren bleibt in Erinnerung. Bei Lea: HĂ€ppchen zum Probieren.
  • Eigenes Material – die Schule leiht nichts aus, auch keinen Tisch.

Die Beurteilung

Vier Bereiche, 55 Punkte

  • Arbeitsprozess17
  • Dokumentation11
  • Produkt16
  • PrĂ€sentation11
  • Termine einhalten – die einfachsten Punkte der ganzen Arbeit.
  • Journal laufend fĂŒhren und Erfahrungen auswerten.
  • Die Leitfrage wirklich beantworten.
  • Alle Ziele erreichen – darum realistisch formulieren.

Die Kriterien stehen dir von Anfang an offen, im Raster. Dieselbe Liste brauchst du am Schluss fĂŒr deine SelbsteinschĂ€tzung.

Vier Sockel mit roten Haken: ein Zahnrad fĂŒr den Arbeitsprozess, ein Buch fĂŒr die Dokumentation, das Kochbuch als Produkt und ein Rednerpult fĂŒr die PrĂ€sentation.

Schlussquiz

Bist du startklar?

  1. Wie viel Geld darfst du fĂŒr dein Projekt höchstens ausgeben?

  2. Lea möchte fĂŒr ihr Kochbuch die SchulkĂŒche benutzen. Geht das?

  3. Wie viele Ziele formulierst du?

  4. Welche Leitfrage taugt?

  5. Wann schreibst du ins Arbeitsjournal?

  6. Wie lange dauert deine PrÀsentation?

  7. Was gibst du am Ende der Projektwoche ab?

Deine Meilensteine

Diese Termine zÀhlen

  1. Mittwoch, 2. Dezember, 23.59 Projektidee mit Leitfrage
  2. Mittwoch, 13. Januar, 23.59 Projektvereinbarung, digital unterschrieben
  3. Mittwoch, 27. Januar, 23.59 Zeitplan
  4. Mittwoch, 10. MĂ€rz, 23.59 Planung der Arbeitsschritte und Materialliste
  5. Freitag, 9. April, 16.00 Produkt, Projektheft (Arbeitsjournal, Dokumentation, Zeitplan, Material), SelbsteinschÀtzung

Abgeben heisst: auf der Website einreichen. In Teams musst du nichts ablegen. Jede eingehaltene Abgabe zÀhlt in der Beurteilung.

Dein erster Schritt

Jetzt bist du dran.

Bis Mittwoch, 25. November bringst du zwei Ideen mit. Sammle, mach eine Mindmap, rede mit Leuten – genau wie Lea.

Diese EinfĂŒhrung kannst du jederzeit wieder öffnen – unter Projektarbeit, «EinfĂŒhrung».