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Leitfaden zur erfolgreichen Projektarbeit

Briefing-Dokument: Projektarbeit

Dein Weg zum erfolgreichen Projekt – Schritt für Schritt erklärt.

1. Einführung: Was ist die Projektarbeit?

Die Projektarbeit ist deine Chance, dich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen, das dich wirklich begeistert und am Herzen liegt. Sie ermöglicht es dir, ein breites Spektrum an Vorhaben zu realisieren – von kreativen Arbeiten wie dem Schreiben eines Romans bis hin zu praktischen Projekten wie dem Bau eines Musikinstruments. Dieser Leitfaden begleitet dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.

Phase 1: Die Ideenfindung

2.1 Themenbereiche zur Orientierung

Forschen und Entdecken
Konstruieren und Gestalten
Organisieren und Konzipieren
Recherchieren und Dokumentieren
Erfinden und Fantasieren

2.2 Ein gutes Thema wählen

Die grösste Herausforderung ist oft, ein Thema so zu wählen, dass es bearbeitbar ist. Es sollte nicht zu allgemein, sondern spezifisch und konkret sein, damit eine echte Eigenleistung erbracht werden kann.

Ungeeignet (zu allgemein) Geeignet (konkret)
Der Zweite WeltkriegDer Alltag in meinem Dorf während des Zweiten Weltkriegs
Der FroschAmphibienwanderungen in meinem Dorf
UmweltschutzEnergiesparen in unserem Schulhaus
VideospieleDie Entwicklung eines eigenen kleinen Spiels mit einer einfachen Programmiersprache
KochenEin eigenes Rezeptbuch für schnelle und gesunde Gerichte für Jugendliche erstellen

2.3 Die Leitfrage als Kompass

Die Leitfrage dient als Kompass, der dich durch dein Projekt führt und dir genau sagt, was du herausfinden willst.

Beispiel:

Thema: Energiesparen in unserem Schulhaus.

Leitfrage: „Wie können alle Betroffenen zum Energiesparen in unserem Schulhaus motiviert werden?“

Phase 2: Die Planung

Hausaufgabe für den 3. September

Bereite 2-3 Projektideen vor und formuliere für jede eine mögliche Leitfrage.

3.2 Das Mindmap zur Vertiefung

Erstelle für jede Idee ein Mindmap, um deine Gedanken zu strukturieren. Berücksichtige dabei:

  • Mögliche Produkte: Was könnte am Ende entstehen? (z.B. Text, Gegenstand, Film)
  • Informationen: Woher kommt das Wissen? (Bücher, Internet, Interviews)
  • Mögliche Schwierigkeiten: Was könnten Hindernisse sein?
  • Positive Aspekte: Was reizt dich besonders an der Idee?

3.3 Feedback einholen: Der Elevator Pitch

Bereite einen einminütigen „Elevator Pitch“ vor und stelle ihn 2-3 Personen ausserhalb der Schule vor. Das Feedback ist wertvoll und hilft dir bei der Entscheidung.

Phase 3: Die Ziele

Nach der Themen- und Leitfragenwahl musst du 3 bis 5 klare und eindeutige Ziele formulieren. Eine gute Zielformulierung beginnt meist mit „Ich will…“.

4.2 Die richtigen Verben wählen

Die Wahl des Verbs ist entscheidend für den Anspruch und die Überprüfbarkeit eines Ziels:

  • Einfach: aufzählen, nennen, aufschreiben.
  • Anspruchsvoller: beschreiben, erläutern, vergleichen, grafisch darstellen.
  • Sehr anspruchsvoll: untersuchen, analysieren, beurteilen, bewerten.
  • Ungeeignet: kennen, verstehen, wissen (nicht überprüfbar).

4.3 Kriterien für jedes Ziel

Jedes Ziel muss zwei zentrale Kriterien erfüllen: Es muss erreichbar (realistisch) und überprüfbar sein.

5. Was macht ein gutes Projekt aus?

  • Es ist anspruchsvoll und originell.
  • Es wurden echte Probleme gelöst.
  • Die Ziele sind messbar formuliert.
  • Das Ergebnis überzeugt und der Arbeitsprozess ist gut nachvollziehbar.
  • Die Dokumentation ist ansprechend gestaltet und enthält alle wichtigen Formulare sowie korrekte Quellenangaben.
  • Die Arbeit wird reflektiert (was lief gut, was könnte man verbessern).

6. Der Fahrplan und die Abgabe

3. September

Besprechung und Weiterentwicklung der Ideen.

Eine Woche später

Abgabe der definitiven Entscheidung für ein Thema mit Leitfrage und Zielen an die Lehrperson.

All dies wird in der Projektvereinbarung festgehalten, die als dein persönlicher Vertrag für die Projektarbeit dient.

Viel Erfolg bei deiner Projektarbeit!

FAQ zur Projektarbeit

FAQ zur Projektarbeit

1. Was ist das Ziel der Projektarbeit und welche Vorteile bietet sie?

Die Projektarbeit soll den Lernenden die Möglichkeit geben, sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen, das sie persönlich begeistert. Es ist eine Chance, Kreativität und Eigeninitiative zu zeigen, indem man beispielsweise einen Roman schreibt, ein Musikinstrument baut, ein Festival organisiert oder einen Film dreht. Der Prozess führt von der Ideenfindung bis zum fertigen Projekt und vermittelt wichtige Fähigkeiten in Planung, Durchführung und Reflexion.

2. Wie finde ich ein geeignetes Thema für mein Projekt?

Am Anfang steht die Ideenfindung, bei der man sich fragt, was einen wirklich interessiert. Themen können in Bereichen wie Forschen und Entdecken, Konstruieren und Gestalten, Organisieren und Konzipieren, Recherchieren und Dokumentieren oder Erfinden und Fantasieren liegen. Wichtig ist, ein Thema zu wählen, das spezifisch und konkret genug ist, um eine echte Eigenleistung zu ermöglichen. Beispiele für geeignete Themen sind „Amphibienwanderungen in meinem Dorf“ statt „Der Frosch“ oder „Die Entwicklung eines eigenen kleinen Spiels mit einer einfachen Programmiersprache“ statt „Videospiele“.

3. Was ist eine Leitfrage und warum ist sie wichtig?

Nachdem ein Thema ausgewählt wurde, formuliert man eine Leitfrage. Diese dient als Kompass, der durch das gesamte Projekt führt und klar definiert, was man herausfinden oder erreichen möchte. Zum Beispiel, wenn das Thema „Energiesparen in unserem Schulhaus“ ist, könnte die Leitfrage lauten: „Wie können alle Betroffenen zum Energiesparen in unserem Schulhaus motiviert werden?“ Die Leitfrage hilft, den Fokus zu behalten und die Forschungsrichtung vorzugeben.

4. Welche Schritte sind für die Planung eines Projekts erforderlich?

Die Planung beginnt nach der Ideenfindung. Zuerst erstellt man für jede Projektidee ein Mindmap, um Gedanken zu strukturieren. Dabei sollten mögliche Produkte (z.B. schriftliche Arbeit, Gegenstand, Film), Informationsquellen (Bücher, Internet, Interviews), potenzielle Schwierigkeiten und positive Aspekte der Idee berücksichtigt werden. Danach sollte man die Top-Ideen in einem einminütigen „Elevator Pitch“ 2-3 Personen ausserhalb der Schule vorstellen, um wertvolles Feedback zu erhalten.

5. Wie formuliere ich gute Projektziele?

Nachdem das Thema und die Leitfrage feststehen, formuliert man 3 bis 5 klare, eindeutige und überprüfbare Ziele. Eine gute Zielformulierung beginnt oft mit „Ich will…“ und verwendet geeignete Verben. Einfachere Ziele können mit Verben wie „aufzählen“ oder „nennen“ formuliert werden, anspruchsvollere mit „beschreiben“ oder „vergleichen“, und sehr anspruchsvolle mit „untersuchen“ oder „bewerten“. Ungeeignete Verben sind „kennen“, „verstehen“ oder „wissen“, da sie nicht überprüfbar sind. Jedes Ziel muss realistisch und überprüfbar sein.

6. Was zeichnet ein „gutes“ Projekt aus?

Ein gutes Projekt ist für den Lernenden anspruchsvoll und originell. Es erfordert die Lösung echter Probleme, und die Ziele sind messbar formuliert. Das Endergebnis sollte überzeugen, und der Arbeitsprozess muss in der Dokumentation gut nachvollziehbar sein. Die Dokumentation selbst sollte ansprechend gestaltet sein, alle wichtigen Formulare und korrekte Quellenangaben enthalten. Schliesslich ist die Reflexion über die eigene Arbeit – was gut lief und was verbessert werden könnte – ein entscheidendes Merkmal eines guten Projekts.

7. Welche Rolle spielt Feedback und Reflexion im Projektprozess?

Feedback ist ein wichtiger Bestandteil der Planung. Durch den „Elevator Pitch“ kann man Ideen mit anderen teilen und deren Meinungen nutzen, um die eigenen Konzepte zu verbessern und eine fundierte Entscheidung zu treffen. Am Ende des Projekts ist die Reflexion über die eigene Arbeit entscheidend. Hierbei wird bewertet, welche Aspekte gut funktioniert haben und wo Verbesserungspotenzial besteht. Dies fördert nicht nur das kritische Denken, sondern hilft auch, aus dem Prozess für zukünftige Projekte zu lernen.

8. Welche organisatorischen Schritte müssen beachtet werden?

Wichtige Termine müssen eingehalten werden. Die Ideen werden am 3. September besprochen und weiterentwickelt. Eine Woche später muss die definitive Entscheidung für ein Thema, eine Leitfrage und die Ziele bei der Lehrperson abgegeben werden. All diese Vereinbarungen werden in einer „Projektvereinbarung“ festgehalten, die als persönlicher Vertrag für die Projektarbeit dient.